Tutorial: Bouncen für einen falschen Weißabgleich

veröffentlicht von Ronny Lorenz 14. Oktober 2010

Die meisten von euch werden das sicherlich schon kennen, was das Thema „falscher Weißabgleich“ angeht, welcher aber in bestimmten Situationen dennoch zu einem interessanten Bildlook verhelfen kann. Heute möchte ich den Leuten meinen Weg mal zeigen, den ich letztens bei einem Shooting mit der Freundin von Akira Schüttler, der Annabelle gemacht habe und euch mal ein Beispiel geben, wie cool ein falscher Weißabgleich aussehen kann. Danke an meinen Fotopartner Akira, der für die Ausleuchtung mit dem Sunbounce gesorgt hat.

Und um diese Bilder geht es:

Foto zum Blogartikel - Bouncen für einen falschen Weißabgleich

Foto zum Blogartikel - Bouncen für einen falschen Weißabgleich

Ihr kennt ja sicher diese Farbfolien für die Aufsteckblitze, die man ebenfalls nutzen kann um diesen Bildlook zu bekommen. Wer aber mit Blitzen nicht so oft oder gar nicht arbeiten möchte, der kann dies mit einem Reflektor genauso gut erreichen. Voraussetzung dabei ist aber eine schöne, spätabendliche Dämmerung, die Sonne sollte kurz vorm untergehen sein und feuerrot glühen, je später umso besser. Dem Reflektor verpasst ihr die goldene Bespannung, oder wie in meinem Fall die Zebrabespannung, eine Mischung aus gold und silber. Und dann lasst ihr volles Programm die Sonne vom Reflektor auf das Model fallen, je wärmer und gelb/rötlicher das Bild wird, umso besser könnt ihr anschließend mit einem eigentlich falschen Weißabgleich, das Bild dennoch toll aussehen lassen.

Der Weißabgleich wurde hier in der nachträglichen Bildbearbeitung bei diesen beiden Aufnahmen richtig extrem ins kalte verschoben, von ca. 5000 Kelvin wie es aus der Kamera kam, auf ca. 3600 Kelvin. Und wie ihr sehen könnt, hat das Model dennoch einen schönen, warmen und angenehmen Hautton, der Rest des Bildes einen blauen und kühleren Look, die Mauer im Hintergrund ist eigentlich braun.

Ich finde das man auf diesem Weg gute Möglichkeiten hat, um einem Bild einen gewissen Look zu verpassen, und das nur mit einem falschen Weißabgleich. Probiert das ruhig mal aus, ist ja im Grunde auch nicht schwer und es ergeben sich auf einfache Art und Weise schöne Bilder, wie ich finde.

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